Gefahren  durch  artfremde  Tiere
  Nur gegen einen Feind haben die Schildkröten bislang kein Mittel gefunden - den Menschen. In ihren  natürlichen Herkunftsländern verschwinden die Tiere zunehmend aus ihren angestammten Bereichen und  Habitaten.  Es ist anzunehmen, dass europäische Landschildkröten in den nächsten Jahrzehnten nur noch in wenigen Schutzgebieten in freier Wildbahn anzutreffen sein werden. Eine tierische Erfolgsgeschichte, die  sich über Millionen von Jahren bewährt hat, wird unweigerlich zu Ende gehen.   Neben dem Hauptfeind Mensch, sorgen auch einige Tiere für ernsthafte Gefahr der Tiere. Auch wenn es in  der Natur ebenfalls teilweise größere Verluste zu beklagen gilt, ist dadurch so gut wie nie das Überleben der  gesamten Gruppe gefährdet. Wildschweine und herrenlose Hunde gehören zu den Feinden in den  Habitaten, während für die Jungtiere auch Vögel und Kleinnager bedrohlich werden können. Zeilweise  kommt es vor, dass nach den Eiablagen ganze Nester geplündert werden. Zudem sind diejenigen Tiere, die  sich in der Starre befinden, ihren Angreifern wehrlos ausgeliefert. Ratten stellen nach Angaben von einigen Haltern eine ernstzunehmende Gefahr dar. So soll es schon zu  massiven Verlusten insbesondere von Jungtieren, aber auch zu schwereren Bissverletzungen von adulten  Tieren gekommen sein. Es ist jedoch vollkommen unklar, bei wieviel Prozent der gehaltenen Tiere eine  tatsächliche Gefahr durch Ratten bestehen könnte. Auch ist nicht klar, wieviele Tiere in jedem Jahr durch  Ratten zu Tode kommen. Mir fehlen bislang auch die Kenntnisse, wo sich Ratten vermehrt aufhalten und  unter welchen Bedingungen sie sich auch eher von Gegenden fernhalten. Bislang habe ich keine Ratten in  unserer Umgebung ausmachen können.          Raben und Elstern stellen eine Gefahr für Jungtiere dar. Aus diesem Grunde sind meine Gehege von den  Jungtieren von oben her mit einem Drahtgitter abgedeckt. Bislang konnte ich jedoch noch nicht beobachten,  dass sich Vögel wie Elster oder Rabe dem Gehege näherten. Allerdings sind diese Tiere als sehr schlau zu  bezeichnen: Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sie immer wieder kommen würden, wenn sie die Tiere  einmal als Futterstelle ausgemacht haben.       In der Regel haben Katzen an Schildkröten kein großes Interesse. Die Neugier wird jedoch geweckt, wenn  sich die “Steine” einmal bewegen. Gerade bei Jungtieren besteht die Gefahr, dass sie von einer Katze  herumgedreht werden könnten. Das ist einem meiner Tiere einmal passiert. Wir haben selbst Katzen und  bislang hat sich noch keine ernsthaft für die Schildkröten  interessiert. Vielfach nutzen sie auch das Gewächshaus als  Schlaf- und Ruhemöglichkeit, wie auch einige  Blindschleichen auch.   Bei Hunden gilt es jedoch Vorsicht zu wahren. So könnten  diese denken, einen Kauknochen vor sich zu haben. Auch  besteht die Gefahr, dass sie die ein oder andere Kröte aus  dem Gehege apportieren und dann dort liegen lassen. Die  ein oder andere Kröte dürfte so bereits “entkommen” sein.
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