Als wechselwarme Tiere sind die Aktivitäten der Schildkröten von ihrer jeweiligen Umgebungswärme abhängig. Erst wenn sie die notwendige Körpertemperatur erreichen, werden sie entsprechend aktiv. Dies zeigt sich eindrucksvoll im Jahreszyklus der Tiere. Werden diese Temperaturgrenzen nach unten oder oben hin überschritten, starren die Tiere. Man geht davon aus, dass diese Grenzbereiche bei den Körpertemperaturen bei 0 Grad Celsius nach unten und 45 Grad Celsius nach oben liegen.
UV-Strahlung UV-Strahlung steht quasi mit Sonnenaufgang zur Verfügung - in dann zunächst geringem Maß. Dabei steigern sich diese Werte bis zum Mittag und fallen bis zum Sonnenuntergang entsprechend ab. Wolken, aber auch andere Gegenstände schränken den Bestrahlungswert ein. Schildkröten benötigen UV-B Strahlung um den für den Stoffwechsel notwendigen Vitamin D3  produzieren zu können. In der freien Natur nehmen die Tiere die Strahlung eher unregelmässig auf, was jedoch vollkommen ausreichend ist. Die Strahlung wird nur über die Haut aufgenommen, nicht über den Panzer. Werden die Tiere ganzjährig in einer Freilandanlage gehalten ist die notwendige UV-Strahlung in jedem Fall mehr als ausreichend gegeben. Es ist auch nicht notwendig, die Tiere dann bei einigen Schlechtwettertagen mit künstlichem UVB-Licht zu versorgen.  
Am Morgen bringen sich die Tiere auf “Betriebstemperatur” und tanken die ersten Sonnenwärme auf. Dazu lehnen sie sich sehr gerne an die Kalksteine im Gehege.
Keiner da? Bei der mittäglichen Begehung bei sonnenreichen Tagen kann zunächst kein Tier erkannt werden.
Suchbilder: Die Tiere haben in der heißen Mittagszeit ihre Schattenplätze bezogen. Entdecken erst auf den zweiten Blick!
Schildkröten sind Licht- und Temperaturgesteuert. Sie suchen bei Tagesbeginn die hellsten Lichtorte auf, da sie hier die höchste Wärme vermuten. Sie begeben sich somit gezielt dorthin, um sich aufzuwärmen. Dabei liegt ihre optimale Stoffwechseltemperatur bei 32  bis 35 Grad Celsius. Die Tiere sind aufmerksam, diese Temperatur durchgängig zu behalten, indem sie hierzu ihren Standort entsprechend verändern. An heißen Sonnentagen begeben sich alle meine Tiere in Schattenplätze der Sträuchern. Wenn ich dann in meinem Gehege bin, könnte ich auf den ersten Blick meinen, dass es leer wäre. Erst wenn es wieder “angenehmer” wird, kommen die Tiere wieder heraus und streifen durch ihre Anlage. Die tägliche Aktivität beginnt bei etwa 12-13 Grad Celsius und steigert sich, bis sie die bevorzugten Temperaturen um die 30 Grad erreicht haben.
Wärme & Licht