Die Pflege in einem Innengehege oder einem größeren Terrarium-  Aquarium ermöglicht Ihnen auf Dauer gesehen keine geeignete  Unterbringungsmöglichkeit für die griechischen Landschildkröten. Der  Grund hierfür liegt in zahlreichen faulen Kompromissen, die sich dazu  noch ungünstig auf die Entwicklung und das Wohlbefinden der Tiere  auswirken. Viele erfahrene Halter von Schildkröten sprechen sich recht  deutlich für eine ganzjährige Freilandhaltung aus. Aus diesem Grunde  finden sich auch auf vielen Internetseiten keine Angaben zu einer  Haltung der Tiere in einem Innengehege. Doch meines Erachtens sieht  die Wirklichkeit etwas anders aus. Nicht jeder Halter verfügt über den  großen Garten mit Schutzhütte oder Gewächshaus, versehen und  ausgestattet mit der dafür notwendigen Technik. Viele Tiere werden  gerade in den ersten Jahren weit über die Übergangszeiten hinaus in den  Innengehegen gehalten. Mir fällt auf, dass insbesondere juveline Tiere in den Kleinanzeigen zum Verkauf angeboten werden, samt Aquarium  oder Terrarium. Dies zeigt mir, dass die Halter ab einem bestimmten Alter der Tiere an einen Punkt gelangen, bei dem  sie erkennen müssen, dass es ohne eine weitläufige Freilandhaltung nicht geht und sie ihr Hobby dann mehr oder  weniger gerne beenden. Auf den Fotos ist zu sehen, dass ihre Besitzer ihnen sehr liebvolle Terrarieren gebaut haben -   weitaus ansprechender als die von mir erstellten Behältnisse, aber dennoch letztlich keine gut ausreichenden  Bedingungen damit erzielen konnten. Eine der Hauptschwierigkeiten der Pflege in einem Innengehege ist  die fehlende hohe Luftfeuchtigkeit. Die Tiere werden aus diesem  Grund zu trocken gehalten. Zudem ist es auch sehr schwer etwas  Struktur in die Behältnisse zu bringen. Ganz zu schweigen davon,  dass diese recht großen Behälter wenige Atmosphäre versprühen.   Als Bodensubstrat bietet sich hier ein Gartenerde oder  Gartenerde/Sand Gemisch an. Dieses muss jedoch häufig  ausgewechselt werden. Kot und Urinreste müssen umgehend  entfernt werden. Die Wasserschalen sind immer wieder zu füllen,  da sie ständig von den Tieren umgeworfen werden. Diese  enstehenden Pützen müssen zeitig aus dem Gehege entfernt  werden, da die Erde sonst zu schimmeln anfangen würde. Die Wärmelampen  sind in einer Höhe  anzubringen, so dass  sich die Tiere aufwärmen können, ohne sich zu verletzen. Männliche Tiere sind seperat zu halten, damit die weiblichen Tiere  nicht ständig bedrängt werden. Da häufig männliche Tiere der  östlichen Unterart auch untereinander unverträglich sind, ist auch hier  eine Trennung erforderlich, damit das unterlegene Tier keinen Schaden nimmt. An unserer vorherigen Wohnung hatte ich das Problem, dass ich in  meiner Schutzhütte nicht über Strom verfügen konnte. Aus diesem  Grund habe ich mir für die Übergangszeit eine große Kiste mit einer  großen Grundfläche gebaut. Dafür haben ich OSB Platten genommen,  da diese auch feuchtebeständig sind. Die Seitenhöhe lag bei 50cm, was  mehr als ausreichend war. An die Seiten habe ich ingesamt zwei  Wärmelampen montiert. Über das Gehege habe ich eine weitere  Lampe für die UVB Bestrahlung gehängt. Die Kiste war etwa 1,5m  mal 1,30m groß und im nachhinein betrachtet, alles andere als  schön.   Heute würde ich sagen, dass dies eine keine optimale Haltung für  die Tiere gewesen ist. Die Kiste für das Innengehege habe ich auch schon vor einigen  Jahren zerlegt, da ich sie nach unserem Umzug nicht mehr  gebraucht habe. Meine adulten Tiere sind mittlerweile ganzjährig  in ihrem Freigehege. Auf den Bildern ist auch eine 80cm lange Box für meine  Nachzuchttiere des jeweiligen Jahres zu sehen. Diese nutze ich  beispielsweise an kalten verregneten Tagen, an denen ich die  Tiere nicht in ihrem Freigehege belassen kann. Mit einem Gitter  schütze ich die Tiere vor unserer Katze.