Aufgrund der hiesigen ungünstigen klimatischen Voraussetzungen wird eine künstliche Umwelt geschaffen, damit sich die Tiere entwicklen und schlüpfen können. Dazu eignen sich mehrere Methoden, wobei ich auf meiner Seite zunächst nur eine vorstellen möchte.
Ich benutze dazu eine Jäger Kunstglucke, einen Brutapparat, bei dem ich die Temperatur gut einstellen und regeln kann.

Mittlerweile ist es einigen Schildkrötenhaltern gelungen, auch eine Möglichkeit des naturnahen Ausschlüpfens mit Hilfe von Technik und einem Gewächshaus zu ermöglichen. Hierzu verweise ich in Kürze an die jeweiligen Printerscheinugen bzw, Veröffentlichungen Im Internet.

Eine weitere günstige und gut geeignete Methode ist die sogenannte Aquarienmethode. Ich werde hier in Kürze einen Link auf eine Hompage setzen, der diese Methode darstellt.

Nach dem Schlupß entfaktet sich das Tier langsam und zieht den Eidotter ganz ein. Erst dann verschließt sich auch die Bauchdecke.

Die Inkubationsbedingungen wirken sich letztlich auf die Geschlechtsentwicklung der Tiere aus. Aus diesem Grund wurden in den letzten Jahren viele Thesen in den Raum gestellt, unter welchen Bedingungen sich am ehesten weibliche Tiere entwickeln sollten. Viele Züchter tauschen sich mittlerweile kontrovers zu diesem Thema aus. Fachzeitschriften und Bücher beschäftigen intensiv sich mit diesem Thema.
Mit einiger Sicherheit kann davon ausgegangen werden, dass viele Tiere die über gewerbliche und auf Gewinn angelegte Zuchtanlagen in den Zoo-Handel gelangen männliche Tiere sind. Ziel dieser Produktion ist es, dass möglichst viele Tiere aus den Eiern schlüpfen. Die Bruttemperaturen liegen dabei meist um 28-29 Grad. So schlüpfen fast ausschließlich männliche Tiere, was jedoch den Jungtieren nicht angesehen werden kann. Der unbedarfte und wenig informierte Kunde hingegen geht beim Kauf eines Tieres von einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent aus, dass es sich um ein weibliches Tier handeln könnte. Aus diesem Grund werden auch keine Liebhaber, die über langjährige Pflegeerfahrung verfügen, in einem Zoohandel ein Tier erwerben. Ohne genaue Angabe über den Züchter und die Inkubationsbedingungen wäre der Erwerb eines Tieres ein Glücksspiel. Auch ich kann mich der Empfehlung nur anschließen, sich beim Kauf eines Tieres an einen geeigneten Züchter (viele Internetforen und Seiten haben Angaben zu einem Züchter in Ihrer Nähe) zu wenden. Selbst wenn dafür einige Zeit des Wartens bis zum nächsten Schlupf oder eine lange Anreise zum Züchter in Kauf genommen werden muss, lohnt sich diese Investition allemal.
Zurückkehrend zum Thema Inkubation spricht sehr vieles dafür, dass bei einer Temperatur von 31,5 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von etwa 70 Prozent, dann gute Bedingungen vorhanden sind, dass sich in den Eiern weibliche Tiere entwickeln werden. Jedoch ist dies bislang auch noch keine abschließende Garantie. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, ob sich meine beiden Tiere aufgrund dieser Bedingungen zu weiblichen Tieren entwickeln werden.


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Ein Blick in die Verkaufsangebote beispielsweise in den privaten Internetanzeigen macht schnell deutlich: Ein weibliches Tier ist sehr gefragt. Häufig sind Liebhaber auch bereit über 1000 € für ein Tier im geschlechtsfähigen Alter zu bezahlen. Hingegen finden sich adulte Männchen fast schon wie Sand am Meer in den Angebotsspalten. Dies begründet sich vor allen Dingen mit der Unverträglichkeit und Aggressivität der männlichen Tiere. Werden mehrere Männchen (insbesondere auf engem Raum, so dass sie sich nicht bis wenig ausweichen können) zusammengehalten, kann es zu ständigen Kämpfen untereinander kommen. Diese enden nicht selten auch mit schweren Verletzungen und sorgen bei den unterlegenen Tieren für Dauerstress. Ebenfalls versuchen die Männchen ständig die Weibchen zu begatten. Dies sorgt für viel Stress bei den weiblichen Tieren, so dass viele Halter männliche und weibliche Tiere nur kurz (zu Paarungszwecken) zusammenführen. Die Folge ist, dass die Männchen separat gehalten werden müssen, was dazu führt, dass ein neues Gehege erforderlich werden kann. Vielfach kann eine Trennung der Tiere verhindert werden, wenn in einem großen Gehege viele Versteck- und Ausweichmöglichkeiten bestehen und es einen deutlichen Überschuss an weiblichen Tieren gibt. Doch gibt es derzeit bei den in Gefangenschaft gehaltenen Tieren einen Überschuss an männlichen Tieren, da diese aufgrund der angewandten Inkubationsbedingungen vermehrt nachgezogen wurden. So versuchen sich wohl oder übel einige Halter von den Männchen zu trennen und diese in andere Bestände abzugeben. Dies ist auf jeden Fall besser, als die Tiere dauerhaft unter weniger günstigen Bedingungen zusammenzuhalten.
Derzeit halte ich mein Männchen ebenfalls über große Teile getrennt, da es ständig hinter dem weiblichen Tier her ist und dieses ständig bedrängt. An den semiadulten weiblichen Tieren hat das Männchen noch kein großes Interesse. Sollte sich dies ändern, ist eine Vergesellschaftung der Tiere auch wieder über längere Zeit möglich.