| Mit im Baumarkt günstig zu erwerbenden Holzpressplatten habe ich mir ein Innengehege gebaut. Zwei Wärmelampen sorgen für entsprechende Aufheizmöglichkeiten für die Tiere. Dazu sorgt eine weitere Lampe, die an der Decke befestigt wurde, für Tageslicht. |
| Als Bodengrund eignet sich unbehandelte Gartenerde (gerne auch Maulwurfhügelerde), die ich regelmäßig nachfeuchte. Zunächst sollte man eine dickere Plastikfolie auf dem Boden des Innengeheges ausbreiten. Hier bietet sich beispielsweise Teichfolie oder auch etwas dünneres aber stabiles Material an. |
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Pflege: Der Kot ist zu entfernen. Nasse Stellen durch Urin oder Wasser sind regelmäßig mit neuer Gartenerde auszutauschen. Übrig gebliebenes Futter ist zu entfernen, insbesondere dann, wenn dieses schnell faulen kann. Frisches Wasser: Den Tieren wird immer frisches Wasser angeboten. Nach Möglichkeit sollte der Wasserbehälter auch mehrfach am Tag gesäubert werden, da die Tiere gerne durch den Behälter laufen und dort auch gerne ihren Kot oder Urin ausscheiden. Als Behälter eignen sich Blumenuntertöpfe aus Ton, da diese aufgrund ihres Gewichts von den Tieren nicht so leicht umgestoßen werden können. Es sollte dringend darauf geachtet werden, dass die Tiere auch wieder gut herauskommen können. Hier können größere Steine in den Untertopf gelegt werden. Die Erde um den Wasserbehälter ist immer sehr feucht. Damit es nicht zu Schimmelbildung kommt, sollte hier sehr häufig die Erde erneuert werden. |

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Eine der beiden Wärmelampen, die derzeit in meinem Innengehege angebracht sind: Als Halterung habe ich eine günstige Außenlampe in einem Baumarkt erworben. Den vorderen Teil des Gehäuses habe ich abgesägt. Deshalb ist hier auch die Keramikfassung zu sehen. Nun kann zum einen die Lampe eingesetzt werden und die entstehenden hohen Temperaturen können das Plastikgehäuse nicht zum Schmelzen bringen. In meinem Fall wurde die Lampe fest an der Außenwand angebracht, so dass ich den entsprechenden erforderlichen Abstand (Lampe / Tiere) beim Einbau berücksichtigt habe. Als Birne eignet sich die sogenannte BASKING SPOT LAMP (Sonnenbad Lampe für Reptilien), die sich ebenfalls auch im Baumarkt finden lassen. |

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Des Weiteren sollte die Möglichkeit bestehen über dem Gehege eine Glühlampe zur Erzeugung von künstlichem UVB-Licht (z.B. Radium Sanolux) anzubringen. Im Freiland benötigen die Tiere die UV-Strahlen der Sonne um Vitamin D3 herzustellen. Dieser sorgt für einen besseren Stoffwechsel, hat wichtigen Einfluss auf den Aufbau eines gesunden Skelettsystems und trägt somit wesentlich zur Gesundheit der Tiere bei. Die Tiere, die im Freiland gehalten werden, sind in der Lage einen begrenzten Vorrat anzulegen für die Zeiten in denen die Sonne nicht scheint. Da die Zeiten in denen die Tiere in Herkunftsländern über diese Ressource erfügen können erheblich länger sind, als in dies in Deutschland der Fall ist, kann der Einsatz einer Lampe sehr hilfreich, teilweise sogar erforderlich und notwendig sein. Achtung!! Bitte bei dieser Lampe bedenken, dass diese bei unsachgemäßem Einsatz den Tieren schaden kann. Der Abstand der Lampe zu den Tieren sollte mindestens 80 cm betragen. Die Bestrahlungsdauer sollte 15 Minuten/Tag nicht übersteigen. Am Anfang sollte mit einer Bestrahlung von 5 Minuten begonnen werden, die dann langsam gesteigert wird. Alle drei Lampen sind über eine Zeitschaltuhr gesteuert. |
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Mit Hilfe einer entsprechenden Birne kann künstliches UV-Licht erzeugt werden. Hier als Beispiel die Radium Sanolux. |
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Fast alle Experten in der Landschildkrötenhaltung werden Ihnen empfehlen, nach Möglichkeit ganz auf die Haltung der Tiere in Innengehegen zu verzichten. Dafür sprechen einfach zu viele Gründe. Jedoch ist nicht jedem eine ganzjährige Freilandhaltung möglich. Wer jedoch den Tieren etws gutes tun möchte, sollte versuchen den Zeitraum der Innenhaltung zu minimieren. Das Innengehege sollte über eine möglichst große Grundfläche verfügen. Die im Handel angebotenen Aquarien und Terrarien eignen sich für Landschildkröten nur bedingt. Große Aquarien erscheinen zunächst für Jungtiere noch ausreichend. Bei adulten Tieren ist eine Haltung in einem Gehege mit der Grundfläche von 100 cm auf 40 cm nicht möglich. Deshalb empfehle ich, den Weg in einen Baumarkt um dort entsprechende Materialen zu erwerben. Letztlich sind die Gestaltungsmöglichkeiten eine Platzfrage bzw. Raumfrage und nich zuletzt auch von der Toleranz des Partners oder dem Rest der Familie abhängig. Einige Schildkrötenliebhaber haben sogar ganze Zimmer oder gar Wintergarten für ihre Tiere gestaltet. Dies macht vor allen Dingen bei den Arten Sinn, die keine Winterstarre durchführen (z.B. Tiere aus Afrika). Ideal ist es, wenn die Tiere nur kurze Zeit im Innengehege leben müssen. Mittels zum Einsatz kommender Technik ist es auch in Deutschland möglich, die Tiere lange Zeit im "Freien" zu pflegen. |
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