Der innere Haushalt des Körpers der Schildkröte ist darauf ausgerichtet, ein bestimmtes Kalzium/Phosphor Verhältnis aufrecht zu erhalten. Dieses liegt bei etwa 2 Teilen Kalzium (Ca) auf einen Teil Phosphor (P). Bei einem Mangel an Kalzium greift die Schildkröte auf den Vorrat aus den eigenen Knochen zurück. Dies führt letztlich zu weichen Knochen und zu gesundheitlicher Schädigung der Tiere.  .  In den natürlichen Habiaten der Schildkröten sind die Futterpflanzen weitaus kalkhaltiger. Um den Tieren, die wir in unseren Gehegen pflegen, einen Ausgleich anzubieten, sollten wir zusätzlich Kalk in Form von zerstoßenen und vorher abgekochten Eierschalen oder Sepiaschale (steht beim Vogelfutter im Zoofachhandel) bereitzustellen. Die Tiere können sich dann nach Bedarf bedienen. Somit erleichtern wir unseren Tieren die Regelung ihres inneren Haushalts.   Als Schildkrötenfutter ungeeignet sind u.a. Tomaten, Bananen, Obst, Wassermelone, Katzen- und Hundefutter. Leider ist auch von einer Fütterung mit dem handelsüblichen Schildkrötenalleinfutter diverser Marken im Zoofachhandel abzusehen. Es gibt allerdings begrüßenswerte Ausnahmen, die schon fast wieder ein "Muss" für Schildkrötenliebhaber darstellen. Das Futter der Firma Agrobs und Reptosan vom Vertrieb Dr. Med. Vet. C. Dennert (Buchempfehlung unter der Ruprik "Publikationen").  Dieses Futter ist sehr gut auf die Bedürfnisse der Tiere abgestimmt worden und enthält einen hohen Anteil an Faserstoffen und Mineralien, während der Anteil an Eiweiß bewusst niedrig gehalten wurde.   Unsere im Gegensatz zu den Herkunftsländern  üppige Vegetation sollte uns nicht dazu verleiten, den Tieren ständig Nahrung von stickstoffreichen Wiesen anzubieten. Hier sollte eher die Magerwiese als Vorbild genommen werden um den Tieren ein langsameres Wachstum zu ermöglichen. Auch bei der Gestaltung und Ausstattung des Freigeheges sollte darauf geachtet werden, dass das Futterangebot zwar abwechslungsreich aber nicht zu reichlich sein sollte.  Einer Verfettung und einer Bewegungsarmut unserer Pfleglinge wird somit vorgebeugt.   Die griechischen Landschildkröten sind Pflanzenfresser und haben sich über Millionen von Jahren hervorragend an die Bedingungen in ihren natürlichen Habiaten angepasst. Die Vegetation und die klimatischen Bedingungen in den Herkunftsländern der östlichen Unterart in Griechenland, Kroatien, Bulgarien, Albanien und Rumänien sind nicht mit der unsrigen zu vergleichen. So haben die Tiere in ihren natürlichen Habiaten nicht die Möglichkeit einer regelmäßigen Nahrungsaufnahme. Die Ursachen hierfür liegen beispielsweise an kaltem und nassem Wetter oder an einem fehlenden Angebot an Futterpflanzen aufgrund Trockenheit und Hitze. Die Schildkröten sind somit aufgefordert, nach Möglichkeit ihren Nahrungsbedarf zu befriedigen.   Griechische Landschildkröten haben einen langen Verdauungstrakt, der von der Nahrungsaufnahme bis zur Kotausscheidung bis zu 40 Tagen andauern kann.  Zu einer adäquaten Verdauung benötigen Tiere eine optimale Körpertemperatur. In den kälteren Übergangszeiten ist so dafür zu sorgen, dass die wechselwarmen Tiere bei uns die Möglichkeit haben sich entsprechend ihres Bedarfs aufheizen zu können. Hierzu eignen sich u.a. Wärmelampen.